Meerrettich-Hexen Niederbühl

Wir sind...

Wir, die Meerrettich-Hexen, sind ein Fasnets-Verein und leben die 5. Jahreszeit durch Aktivitäten in Niederbühl und Umgebung. Darüber hinaus finden auch zahlreiche gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Fasnetszeit, wie z.B. gelegentliche Wanderungen oder unser Sommerfest, statt.

Der Meerrettich

 Der Meerrettich gehört zur botanischen Familie der Kreuzblütler. Seine Heimat liegt in Ost- und Südeuropa. Die hohe Konzentration an ätherischen Senfölen und seine zum Teil antibiotisch wirkenden Stoffe machten den Meerrettich seit langer Zeit zu einer weit verbreiteten Heil- und Gewürzpflanze. Sie wird in ganz Europa, in Asien und in Nordamerika kultiviert. In Deutschland wird die seit dem 12. Jahrhundert bekannte Pflanze heute noch in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Brandenburg angepflanzt. Als typische Anbaugegenden wurden die Meerrettichorte Urloffen und Niederbühl (Baden-Württemberg) sowie die Meerrettichstadt Baiersdorf (Bayern) bekannt.

Meerrettich ist eine bis zu 1,20 Meter hoch wachsende Staude. Die Rhizome, die Meerrettichwurzel oder auch Meerrettichstange genannt, wird 30 bis 40 cm lang und 4 bis 6 cm dick. Die Wurzel trägt am Ende Seitentriebe. Von ihnen dienen die kräftigsten zur Vermehrung. Meerrettich ist ein frostresistentes Gemüse und wird in den Monaten September bis November geerntet, dabei werden regional unterschiedliche Sorten angebaut, z.B. Badischer, Spreewälder oder Ungarischer Meerrettich.

Meerrettich diente aufgrund seiner Inhaltsstoffe jahrhundertelang als Heilpflanze.
Zu den zahlreichen heilend wirkenden Stoffen zählen Vitamin B 1, Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Phosphor und Eisen. Dass Meerrettich doppelt so viel Vitamin C wie eine Zitrone enthält, sei besonders zu erwähnen. Auch die antibiotischen Inhaltsstoffe Allicin und Sinigrin entwickeln eine Wirkung, die dem Penicillin ähneln. Meerrettich regt den Appetit an, fördert den Kreislauf, die Durchblutung der Schleimhäute, regt die Produktion von Verdauungssäften an und wirkt blutdrucksenkend. In der mittelalterlichen Bauernküche erfreute sich Meerrettich oder Kren nicht nur wegen seiner konservierenden Eigenschaften immer größerer Beliebtheit. Natürlich erwähnte ihn auch Hildegard von Bingen (1098–1179) in ihren botanischen Schriften und sprach darin vor allem von der Förderung und Erhaltung der Gesundheit. Eigentlich ist es sehr verwunderlich, dass der Meerrettich oder Kren mit seinen besonderen, gesundheitsfördernden Eigenschaften nicht öfter auf dem täglichen Speiseplan zu finden ist. Die Vielfalt des Einsatzes von Meerrettich oder Kren ist riesig. Vielleicht trägt dieses Buch mit dazu bei, den Lesern und Liebhabern des Meerrettichs mit der Auswahl der vielfältigsten Rezepte neue Anregungen zu geben, um die scharfe Wurzel zum ständigen Begleiter in der Küche werden zu lassen. Ihre Gesundheit dankt es Ihnen.


Tipps für den Meerrettich


Meerrettich einkaufen
Sie können Meerrettichwurzeln entweder vom Markt oder bereits gerieben in Gläsern oder Tuben kaufen. Bei den Meerrettichwurzeln handelt es sich meist um Stangen mit einer Länge von 25–30 cm. Was Sie nicht gleich verbrauchen, können Sie einfrieren oder in feuchtem Sand im Garten eingraben.

Meerrettich schälen
Nachdem Sie die Meerrettichwurzel von Erde befreit haben, können Sie diese ganz einfach mit einem Sparschäler schälen. Geübte erreichen das gleiche Ergebnis mit einem scharfen Messer, mit dem die braune Haut der Wurzel abgeschabt wird. Beginnen Sie danach schnell mit dem Reiben und geben etwas Essig oder Zitronensaft dazu, damit keine Verfärbung eintritt.

Meerrettich reiben
Frischer Meerrettich ist höllisch scharf, deshalb die geschälte Wurzel am besten auf einer Rohkostreibe (oder Meerrettichreibe aus Metall) am offenen Fenster reiben, sonst könnte es Tränen geben. Die Meerrettichstange beim Reiben senkrecht halten, damit sich keine Fasern bilden. Dann sofort an das Essen geben. Wenn es sich um eine Sauce handelt, nicht mehr kochen. Für Meerrettichsahne die geriebene Wurzel mit etwas Zitronensaft mischen, dies verhindert eine unansehnliche Farbe.

Meerrettich frisch halten
Frische Meerrettichwurzeln halten sich mindestens zwei Wochen frisch, wenn man sie, in Klarsichtfolie verpackt, im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt. Über viele Wochen kann die Meerrettichwurzel im Garten gelagert werden. Dabei sollte die Wurzel in feuchtem Sand eingegraben werden.

Meerrettich einfrieren
Wenn Sie ein Stück einer Meerrettichwurzel übrig haben – kein Problem. Geben Sie dieses ungeschält in eine Gefrierdose und dann ins Gefrierfach, und schon haben Sie eine Reserve für Ihr nächstes Meerrettich-Menü.

Wie wird Meerrettich milder
Wenn Ihnen der Meerrettich zu scharf erscheint, können Sie seinen intensiven Geschmack mildern, indem Sie einen Apfel, Sahne, Zitronensaft oder Butter zugeben.

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